ELBE UND SAALE GERETTET
PRESSEMITTEILUNG
10. Oktober 2002
Elbe und Saale gerettet
Eine historische Wende für die Flüsse
Zur jüngsten Entscheidung der Bundesregierung, den Ausbau der Elbe und
der Saale endgültig aufzugeben, erklären die Parlamentarische
Geschäftsführerin Steffi Lemke und der BUND-Elbe-Experte Ernst Paul
Dörfler:
Diese Entscheidung ist der Beginn einer historischen Wende im Umgang
mit unseren Flüssen. Nach 10 Jahren unablässigen Kampfes für die
Rettung des letzten frei fließenden Flusses ist endlich ein Durchbruch
erzielt worden: Die Elbe darf ein Fluss bleiben. Sie ist Symbol einer
neuen, grün geprägten Flusspolitik, die den Schutz des Menschen mit
dem Schutz der Natur in Einklang bringt.
Die Elbe ist ein kostbarer Fluss. Für sie zu werben und sie zu einem
Tourismusmagneten zu entwickeln, wird neue Arbeitsplätze schaffen. Der
Abschied von der Schotterung von Sandstränden und das Nein zu
Staustufenplänen an der Saale sind ein Grund zum Feiern.
Die neue Flusspolitik muss jetzt Gestalt annehmen: Rückbau statt
Ausbau steht ab sofort auf der Tagesordnung. Oberste Priorität muss
der vorsorgende Hochwasserschutz haben. Neue Überflutungsräume sind zu
schaffen, Deiche müssen verstärkt, vor allem aber zurückverlegt
werden. Versteinte Flussufer müssen in Innenkurven entsiegelt,
verbaute Sandstrände freigelegt werden. Zu diesem Zweck muss die
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in eine Behörde umgewandelt werden,
die sich um die Flüsse kümmert statt sie zu Wasserstraßen zu verbauen.
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag
Pressestelle
www.gruene-fraktion.de
Dr. Ernst Paul Dörfler
BUND-Elbeprojekt
www.elbe-insel.de